Rhönradturnen

 
 
 

Rhönradturnen in Brilon

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Aktuelles/Presse 2017

 

 

 

 

 

 


 

F464_00813ür unsere Kinder und Jugendliche bieten wir Rhönradturnen an.

Jeden Dienstag von 16:30 -19:30 Uhr und
jeden Freitag von 16:30 – 20:00 Uhr

in der Vierfach-Turnhalle am Schulzentrum, Brilon.

Die Gruppe nimmt an verschiedenen Wettkämpfen teil und kann mit einem eigenem Show-Turn Programm auf Veranstaltungen auftreten bzw. gebucht werden.


Sport in 2 Reifen

Das Rhönrad ist ein Sportgerät, das aus zwei Reifen besteht, die durch sechs Sprossen – zwei einfache Stangen (Spreizsprossen), zwei Griffsprossen und zwei Brettsprossen – miteinander verbunden sind. Der Durchmesser des Rades variiert je nach Größe des Turners, so dass der Turner fast gestreckt auf den Brettern stehen kann und sich an den Griffen hält. An den Brettern können Lederschlaufen, so genannte Bindungen, befestigt werden, in denen sich der Turner mit den Füßen festklemmen kann. Es gibt Räder von 130 bis 245 cm Durchmesser. Die Räder wiegen zwischen 40 und 60 kg. Es gibt sie in verschiedener Dicke und in verschiedenen Farben.

Etwa 5.000 Rhönradturner und Rhönradturnerinnen sind in deutschen Vereinen aktiv.


Disziplinen im Rhönradturnen

381_01887Geradeturnen
Beim Geradeturnen rollt das Rad auf beiden Reifen in einer vorgegebenen Fläche von 23 m auf 3 m. Es werden Kürübungen geturnt, die teilweise aus einem Katalog von vorgegebenen Übungen zusammengestellt werden müssen. Übungen können mit oder ohne Hilfe der Bindungen (Lederriemen zur Befestigung der Füße) ausgeführt werden. Wenn ohne Bindungen geturnt wird, erinnern manche Elemente ans Reck- oder Barrenturnen, welche in ihren Schwierigkeitsgraden variieren.
Die Erwachsenen turnen die Geradekür zu Musik (ähnlich dem Bodenturnen oder Eiskunstlaufen). Dabei ist es wichtig, dass die Turnerinnen und Turner ihre Elemente zur Musik passend platzieren und spezielle Akzente setzen.

463_01948Spirale
Beim Spiraleturnen bewegt sich das Rad auf nur einem der Reifen, es kreist ähnlich wie eine Münze,die man andreht. In der großen Spirale hat das Rad einen Neigungswinkel von 60 Grad, in der kleinen Spirale weniger als 30 Grad. Der Turner hält das Rad durch Gewichtsverlagerung und Armzüge auf der jeweiligen Höhe. Eine Kürübung besteht aus mehreren Übungen in der großen Spirale, einem Abrutschen in die kleine Spirale, 2 bis 3 Übungen in der kleinen Spirale und einem wieder in den Stand führen des Rades.

sprung_webSprung
Der Sprung wird von den männlichen und seit 1999 auch von den weiblichen Turnern ausgeführt. Das Rad wird mit Schwung angeschoben. Der Turner läuft im Steigerungslauf hinter dem Rad her und gelangt mit Hilfe eines kräftigen Absprungs vom Boden auf das Rad. Aus der Grätsch-, Hock- oder Standposition oben auf dem Rad vollführt er dann einen Sprung auf einen Weichboden. Dies können z.B. verschiedene Variationen von Überschlägen oder Salti mit und ohne Drehungen sein.


Die Geschichte des RHÖNRADTURNENS
In der Zeit nach dem 1. Weltkrieg, kam der Pfälzer Otto Feick ins Gefängnis. Der Schlosser und Eisenbahngewerkschaft ler erinnerte sich während seiner Haft an ein Kindheitserlebnis, als er zwei
starke Fassreifen durch Querstäbe verband, um mit diesem Doppelrad einen Abhang hinunter zu rollen. Er entwickelte den Plan, aus diesem Kindertraum ein Turngerät zu entwickeln. Nach seiner Haft zog Otto Feick in die Heimat seiner Frau in die Rhön. Dort eröffnete er eine Werkstatt für Metallverarbeitung und nach vielen Versuchen entstand 1924/25 das Turnrad, dass Otto Feick “Rhönrad” nannte.

Im Jahre 1925 meldete er das Rhönrad als Patent an und ließ es in 30 Staaten schützen. Um 1930 fanden die ersten Wettkämpfe statt. Neben den Pflicht- und Kürübungen im Gerade- und
Spirale turnen, wie heutzutage, standen vor allem Wettfahrten, Wettspringen sowie Hindernisrennen auf dem Programm.
Den Höhepunkt der Entwicklung des Rhönradturnens gab es 1936, als 120 Rhönradturner und -turnerinnen im Rahmenprogramm der Olympischen Spiele in Berlin mitwirkten. Nach dem 2.
Weltkrieg wurde das Rhönrad wieder populärer. Wie zu Beginn entwickelte sich das Sportgerät zunächst in Würzburg und Berlin zu einem Wettkampfsport, welcher sich nun ausschließlich auf die turnerischen Elemente beschränkte.
Erste Meisterschaften
1958 wurde das Rhönrad in die Landesverbände und den DTB aufgenommen. So fanden 1960 die ersten Deutschen Meisterschaften statt und ein Jahr später auch die ersten Deutschen Vereins-Mannschafts-Meisterschaften. Ein weiterer Aufschwung kam in den 80er Jahren durch die Gymnasetrader in Zürich und vielen internationalen Lehrgängen.
Weltmeisterschaften
Nachdem im Januar 1995 der Internationale Rhönradverband (IRV) gegründet wurde, findet nun alle zwei Jahre die Rhönrad-Weltmeisterschaft statt. 2011 war Arnsberg Austragungsort. Dort trat die Rhönradabteilung des Ski-Clubs Brilon im Vorprogramm mit der Showeinlage „König der Löwen“ auf. 2013 fanden die Weltmeisterschaft en in Chicago (USA) statt. Bei den Männern siegten die Japaner in allen Disziplinen, bei den Frauen belegten die Deutschen die Siegerplätze.
2015 werden die Weltmeisterschften in Lugano Italien ausgetragen.